Kapitel 22 & 23

Imothep kam zu mir herübergeschritten.

Wir waren noch immer im Speisesaal.

„Pharao, ich habe neue Informationen bezüglich Solonis! Ich-“

„Nein, sagte ich und meine es so. Er ist der Falsche dafür!“

„Aber Pharao…er hat gestern die Stymphaliden besiegt und heute die Krokodile, Tiger und Pumas überlebt. Wieviele Beweise wollen Sie noch für seine Tauglichkeit?“

Ich starrte Imothep an. An seiner Aussage war etwas Wahres dran.

Solonis konnte tatsächlich derjenige sein, der die Fähigkeit besaß „es“ zu erlangen.

Er war womöglich der einzige, der dazu in der Lage war.

Ich stutzte also und überdachte mein Veto. Doch dann wurde es mir klar.

Denn egal wie ich mich auch entschied, konnte ich nur gewinnen.

Denn entweder kam Solonis nie mehr zurück oder brachte mir das was ich wirklich begehrte.

Ich musste also den Rat des Imotheps gutheißen und lobte:

„Du hast Recht, mein Freund. Geh und lass Solonis holen!“

 

Ich war gerade dabei das Gehege der Schlangen zu säubern als Fatalis wüst hereinstürmte. Seine Brust war geschwollen vor Stolz und seine Arroganz war ebenso unübertroffen wie seine Dummheit.

Er war ein Wächter des Pharao und war vernarrt in dessen Ansichten und Tyrannei.

„Ab zum Pharao, Solonis! Er möchte ein Wörtchen mit dir reden“, blaffte der Sack und lächelte herrisch.

„Wenns sein muss“, sagte ich gelassen und ließ trotzig den Besen zu Boden fallen. Ich wollte danach an Fatalis vorbeigehen, doch der streckte seinen Arm und ließ mich dagegen laufen.

Meine Brust prallte gegen Fatalis und zuckte nur kurz.

„Du gehst gefälligst hinter mir. Mein Rang ist höher als der deinige. Tja, das passiert eben, wenn man sich mit dem Pharao anlegt.“

Doch ich blieb gelassen.

Arschkriecher voraus, dachte ich mir nur und ging hinter ihm her.

Viele Minuten vergingen bis wir endlich den Speisesaal erreichten. Fatalis öffnete die Silbertür und schritt mit mir im Schlepptau herein.

Der Pharao saß dabei wie immer höchst zufrieden und protzig auf seinen thronartigen Stuhl und grinste spöttisch. Er hatte anscheinend meine zahlreichen Wunden und meine zerrissene, blutige Toga ins Auge gefasst.

Ja, ja darauf stehst du, du Penner!

Doch egal wie groß auch mein Hass war, spürte ich in diesen Raum eine ungeheure Anziehungskraft.

Eine, die nur eines bedeuten konnte:

Selene war hier.

Ich schaute mich daher um und sah meine bildhübsche Verlobte bei den Mätressen sitzen. Sie saß mit angewinkelten Beinen und einem schwarzen Panther am Boden und hatte ihre Kleidung glücklicherweise noch nicht ablegen müssen.

Sie starrte mich beschüttert an.

Auch sie hatte wohl meine Wunden entdeckt.

„Willkommen, Solonis!“, begrüßte mich der Pharao überaus euphorisch „ Und wie war die Arbeit tief im Dung der Tiere? “

Er lachte, doch auch das störte mich nicht. Denn es war eine Genugtuung zu sehen wie Fatalis ignoriert wurde und dumm dastand.

Wie auch immer, antwortete ich dem Pharao nicht und legte mein Augenmerk viel lieber auf meine Selene.

Sie war noch immer bestürzt, woraufhin ich ihr ein Lächeln schenkte.

Sie erwiderte es angestrengt.

„Wie zuckersüß. Kommst hier herein, antwortest nicht und machst meiner Mätresse schöne Augen“, motzte der Pharao weiter und stand auf.

Sein Rücken knackte derb.

Der Pharao verzog sein Gesicht, doch bewahrte dennoch Haltung.

Kein weiteres Genörgel kam ihm über die Lippen.

„Nun gut, Solonis. Ich habe dir etwas vorzuschlagen. Etwas, das ganz gewiss deine völlige Aufmerksamkeit erregen wird. Also hör gut zu und gib mir deine Antwort“, begann der Pharao endlich den Grund für meine Anwesenheit aufzudecken und redete weiter…

 

„Ich schenke dir und Selene die Freiheit, wenn du mir ‚Ambrosia’ besorgst. Ich lasse euch am Leben und in Ruhe, wenn es dir gelingt alle Zutaten des Zaubertrankes zu beschaffen.“

Mein Solonis sah den Pharao an. Er hatte aufmerksam zugehört und überlegte nicht lange. Er sagte sofort „Ja!“ und bemerkte dabei:

„Was ist ‚Ambrosia’ für ein Zaubertrank? Was sind seine Zutaten? Und wo sind sie zu finden?“

Der Pharao hob seine Hand, woraufhin Imothep sofort zur Stelle war und ihm ein goldenes Buch in die Hand gab.

„Das ist das ‚Goldene Buch des Amun-Ra’. Hier drinnen stehen alle Informationen, die du benötigst. Hier drinnen stehen alle Tipps und Tricks um ‚Ambrosia’ zu beschaffen“, erklärte der Pharao und schritt zu Solonis.

Er drückte ihm das Buch barsch in die Hand und sagte:

„Ich gebe dir den Rest von Selenes Schonfrist zeit, um das ‚Ambrosia’ zu mir zu bringen. Sollte es dir aber innerhalb dieser Zeit nicht gelingen, so ist unser Deal hinfällig und du wirst Selene nie wiedersehen!“

Der Pharao machte eine Sprechpause und musterte meinen Verlobten. Doch dann sprach er weiter:

„Ich werde dir für deine Reise zwei Streitwägen zur Verfügung stellen. Ich werde dir aber auch Gold und Silber, Schwerter und Schilder sowie zwei meiner Wachen vergönnen. All dies sowie Proviant und diese Karte!“

Imothep war wieder zur Stelle und zeigte eine Karte. Ich erwartete, dass diese voller Umrisse und Namen war, doch sie war leer. Es war nur ein Stück leeres Pergament. Ich legte meinen Kopf schief, wobei Imothep das Wort ergriff:

„Das ist eine ‚Magische Karte’! Sie ist sehr nützlich und kann euch zu jeden Ort navigieren, den ihr begehrt. Ihr schreibt einfach den Ortsnamen auf und schon erscheint ein Pfeil, der euch in die richtige Richtung führen wird. Sie kann euch aber auch anzeigen wie lange und wie weit ihr von eurem Ziel entfernt seid, indem ihr die Worte ‚Wann?’ beziehungsweise ‚Weit?’ schreibt.“

Meine Augen wurden größer, denn von so einer Karte hatte ich noch nie etwas gehört, geschweige denn gelesen. Ich mutmaßte also, dass auch diese Information in diesen ‚Goldenen Buch’ zu finden sein musste.

Imothep gab Solonis die Karte, wobei der Pharao fortsetzte:

Claudius und Gladius werden dich begleiten und ihr werdet morgen aufbrechen! Insofern du noch immer mannsgenug bist, denn diese Reise ist mühsam und noch keiner ist bisher zurückgekehrt. Niemanden ist es bisher gelungen.

Ich blickte zu Solonis. Er wirkte noch immer fest entschlossen. Und tatsächlich er nickte und erklärte sich einverstanden.

Und so begann Ramses einen Sklaven zu beauftragen alle Gegenstände zusammenzusammeln und die Wächter Claudius und Gladius über den Aufbruch ihrer Reise zu informieren.

 

Dreiundzwanzigstes Kapitel:

 

Ich betrachtete meine beringte Hand.

Mein Verlobungsring war das einzige, das mir noch von Solonis übrig geblieben war. Denn schon morgen würde er aufbrechen und sich seiner Reise in das Ungewisse stellen.

„Klopf! Klopf!“, machte es, wobei ich entsetzt aufschreckte.

Hatte ich denn nicht mal in der Nacht meine Ruhe?!

Ich ging genervt zur Zimmertür und öffnete.

Neiphytiri stand dahinter und lächelte freundlich.

„Zeit zu baden“, sagte sie nur, woraufhin ich meine Arme hob und schnupperte. Sie rochen wirklich etwas, woraufhin Neiphytiri sagte:

„Ja, nach Vorschrift des Pharao müssen wir uns jeden zweiten Tag baden.“

Ich folgte ihr also und ging mit ihr zum ersten Stock des Palastes herab. Es war das gleiche Stockwerk, indem sich auch das „Lernzimmer“ befand.

Neiphytiri öffnete demnach eine andere Tür und wir betraten den Raum.

Ein riesiger Badesaal erschloss sich vor uns. Er bestand aus einem riesigen Becken, das mit einer steinernen Einstiegstreppe sowie Sitz- und Liegeflächen ausgestattet war. Ich konnte diese ganz genau sehen, denn das Becken war leer. Kein Tröpfchen Wasser war darin zu finden.

„Guten Abend!“, ertönte eine Männerstimme.

Ich erschreckte.

Ich fuhr herum und sah, dass es zum Glück nicht der Pharao war.

„Oh, das ist Kronos, ein Eunuch. Er wird dir beim Entkleiden und beim Einlassen des Wassers helfen.“

Ich riss die Augen auf.

Ein Mann, der mich auszieht? Ein Mann, der mich nackt sieht und nicht Solonis ist?

Mir stellten sich die Nackenhaare auf.

„Ähm, nein danke. Das schaff ich schon!“, sagte ich also und hielt nach einen Eimer Wasser oder Ähnlichem Ausschau. Doch da war nichts.

Wo sollte hier verflucht noch mal Wasser sein?!

Ich hatte echt keine Ahnung, was ich auch schließlich kleinlaut zugab.

„Ähm, vielleicht doch etwas Hilfe mit dem Einlassen des Wassers, bitte“, bemerkte ich also und sah wie der Eunuch und Neiphytiri grinsten.

„Natürlich, gerne“, antwortete der Eunuch schließlich und drückte zwei Fließen an der Wand. Die eine Fliese hatte dabei das Symbol von Wellenlinien aufgemalt und die andere das einer großen Blume.

Und so geschah es, dass zwei riesige Röhren aus den Wänden herausglitten und am Rande des Beckens ihr Ende fanden.

Aus der einen Röhre floss dampfendes Wasser und aus der anderen eine Unmenge von Blütenblättern, darunter Lavendel, Rose und Jasmin.

Sie füllten das Becken und ließen schon bald einen Wohlgeruch im Raum verströmen.

Es war eine schöne Atmosphäre, bei der sich Neiphytiri verabschiedete und mich mit den Eunuchen Kronos alleine ließ.

„Soll ich mich umdrehen“, fragte der mich schließlich.

Ich nickte und nahm sein Angebot dankend an.

Er tat also wie geheißen und kehrte mir den Rücken.

Eine Gelegenheit, die ich dazu nutzte, um meine Tunika komplett abzustreifen und über die Stufen der Beckentreppe ins Wasser zu gelangen.

Viele Blüten trieben dabei über der Wasseroberfläche und verhüllten meine Nacktheit so gut sie konnten. Nur wenige freie Hautstellen sah man hier und da herausschimmern, doch die wahrhaft wichtigsten Stellen blieben im Verborgenen.

Ich beschloss daher, den Eunuchen zu erlauben sich wieder umzudrehen und genoss das warme Nass.

Das duftende Öl, das aus den frischen Blüten herausströmte umschmeichelte meine Haut und säuberte mein Haar. Ich fühlte mich endlich mal wieder wohl und begann mich soeben zu entspannen, als die Türe des Badesaales wüst aufgerissen wurde…

Ich wurde blass…

Denn der Pharao hatte den Raum betreten und sah mich an.

Oh, nein. Was will der denn hier?

„Mein Pharao“, begrüßte Kronos den ungebetenen Gast und verbeugte sich tief. Aber der Pharao würdigte ihm keines Blickes und stieg ins Wasser.

Ich war froh, dass er sich dabei nicht auszog und seine verschrumpelte Haut zeigte, doch auch das alleinige Betreten des Wassers weckte in mir eine Übelkeit.

Es war der Anfang eines unguten Gefühls, sodass ich beschloss mich soweit wie möglich vom Pharao zu entfernen und mich an die hinterste Sitzecke des Beckenrandes zu setzen.

Doch der Pharao ließ sich davon nicht beirren und grinste nur und kam mir dabei immer näher. Er hatte meine Individualdistanz bereits erreicht, wobei ich einschritt:

„WAS WOLLEN SIE?“

Ich brüllte ihn schon fast an und verletzte dabei wie immer eine der bescheuerten Mätressenregeln, denn er rügte:

„Du hast es wohl noch immer nicht gelernt, Selene. Und ich dachte du hättest die Regeln bereits verinnerlicht?“

„ICH BIN NOCH KEINE MÄTRESSE! VERSCHWINDEN SIE!“

„Und dennoch solltest du dich an die Regeln halten.“

„Nur wenn Sie sich an die SIEBEN TAGE halten und mir von der Pelle rücken!“, keifte ich zurück, wobei der Pharao lauthals lachte.

„Ja, ja Selene. Von all meinen Mätressen bist du die amüsanteste“, kommentierte er und kam mir noch näher. Er war nur noch eine Armlänge von mir entfernt, wobei ich Reißaus nahm. Ich zog mich also vorsichtig aus dem Becken und achtete darauf, dass der Pharao nichts von meinen intimen Stellen zu sehen bekam. Ich saß nun seitlich mit angewinkelten Beinen und mit verschränkten Armen auf den Fliesen des Beckenrandes.

„Ich bin noch keine Mätresse!“, wiederholte ich und stierte den Pharao böse an.

„Schon klar, doch schon bald wirst du eine sein.“

„Nein, denn Solonis wird die Zutaten von ‚Ambrosia’ finden und mich befreien. Also rate ich ihnen ihre Finger dort zu behalten wo sie gerade sind!“

„So mutig, aber völlig falsch!“, wollte er all meine Hoffnung zerstören und musterte mich. Er wollte mich wohl zum Weinen bringen oder mich im Allgemeinen fertig machen, doch das ließ ich nicht zu.

Ich setzte also entgegen und sprach:

„Solonis wird zurückkehren! Ich glaube fest daran!“

Die Mundwinkel des Pharaos verzogen sich. Meine unglaubliche Treue und mein unbeirrbarer Glaube an das Gute machten ihn wohl wütend und verfinsterten sein Angesicht. Er kam mir noch näher und war selbst schon fast am Beckenrand, wobei ich mich mit meiner linken, beringten Hand noch weiter von ihm weg schieben wollte.

Doch genau in diesem Moment, wo ich die Hand zu Boden gelegt hatte, packte er mich am Handgelenk.

Er griff fest zu und quetschte mir die Knochen. Ich schrie vor Schmerz.

„Gib mir deinen Verlobungsring!“, raunte er doch ich wollte es nicht zulassen. Denn es war mein Versprechen, das ich Solonis gab und das Zeichen unserer Liebe.

Ich wehrte mich also, doch Ramses war stärker als er aussah.

„Knack!“, machte mein Handgelenk.

Ich war erschrocken, wobei es Ramses gelang mir den Ring vom Finger zu streifen.

Ich krümmte mich vor Schmerz und sah zum ihm.

Ramses war rasend vor Wut und brüllte:

„ER WIRD NICHT WIEDERKEHREN!“

Und mit diesen Worten schmiss er meinen Ring gegen die Wand des Badesaals.

Er warf ihn so heftig, dass die Wucht des Aufpralls, den Ring in zwei Hälften zerbrechen ließ.

Die Teile fielen zu Boden und der Pharao…der Pharao hob sich aus dem Becken und stürmte wütend aus dem Saal hinaus.

Er knallte die Tür mit einem schrecklichen „Wums!“ zu und ich… ich begann nun zu heulen und spürte wie meine Hand vor Pein pochte.

Der Eunuch kam zu mir und versuchte mich zu trösten, doch es gelang ihm nicht.

Er brachte mir meine Tunika und verließ den Raum.

Er sagte zu mir, er wolle Hilfe holen.

Er eilte also hinaus und ich…ich striff mir die Tunika über und kroch zu den Stellen, auf denen sich die beiden Ringhälften befanden.

Der Ring war genau in zwei gleichgroße Hälften zerbrochen.

Ich hob die beiden Ringteile auf und sackte in mich zusammen.

 

Die Schmerzen wurden immer unerträglicher und meine Hand war schon auf die doppelte Größe angeschwollen. Sie hatte sich sogar schon etwas verfärbt, als erneut die Türe zum Badesaal aufgestoßen wurde.

Doch diesmal war es nicht der Pharao der hereineilte sondern Amani.

Sie war ebenso blass wie ich und kam mit schnellen Schritten auf mich zu. Ihr Blick war voller Angst und ihre Augen voller Kummer.

„Meine Selene“, sagte sie nur als sie mich endlich erreicht hatte. Sie ging auf die Knie und öffnete ein kleines goldenes Fläschchen, das sie in ihren Händen hatte. Sie zog behutsam meine gebrochene Hand zu sich und träufelte eine milchige Flüssigkeit darauf.

Es roch dabei nach Vanille und der Schmerz verschwand.

Amani ließ meine Hand los und wir konnten sehen wie schnell die Schwellung und die Verfärbung verschwanden. Aber auch der Bruch verflüchtigte sich mit einem schmerzfreien Knacklaut und ließ eine gesunde Hand zurück, die ich wieder richtig bewegen konnte.

Ich war überwältigt und sah Amani an.

„Das ist Einhornmilch. Sie kann Knochenbrüche sowie alle nur erdenklichen Arten von Wunden heilen.“

„Wow“, sagte ich dabei nur und dachte an die Verletzung, die Amani bei unserer ersten Begegnung am Rücken hatte.

„Und warum hast du die Milch nicht für deine Striemen am Rücken verwendet?“, fragte ich sie also.

„Einhornmilch ist selten, man sollte sie also nur im größten Notfall verwenden. Und du warst einer davon.“

Einer? Gab es also schon mehrere?

Mir stand der Mund offen.

„Ja, Selene gab schon mehrere dieser Notfälle, wenn du das wissen wolltest, aber genug davon. Denn immerhin geht es dir nun gut und dein Solonis hat die Chance dich zu befreien“, baute mich Amani wieder auf und konnte sich sogar wieder ein Lächeln abgewinnen. Ihre Angst war verschwunden und ihr Gesicht hatte wieder Farbe angenommen.

Solonis…

Meine Gedanken drehten sich wieder um meinen Verlobten und mein Blick wanderte wieder zu den Ringhälften, die ich in meiner anderen Hand aufbewahrt hatte.

Auch Amani schien das aufzufallen, wobei sie traurig sagte:

„OH, dein Ring! Ramses hat ihn zerstört, nicht wahr?“

Ich schluchzte.

Amani strich mir durchs Haar und überlegte. Doch dann hatte sie es. Sie sagte:

„Komm wir holen uns etwas Harz und kleben die zwei Ringhälften wieder zusammen!“

Ich hob meinen Blick, wobei die letzte Träne von meiner Wange kullerte. Denn auch mir war schließlich etwas eingefallen und ich beschloss meinen Ring vorerst nicht zu reparieren. Nein, ich hatte etwas anderes vor. Etwas, das meinen Solonis Mut geben sollte, wenn er ihn benötigte. Es war eine Geste, ein Versprechen auf ein Wiedersehen.

Ein Geschenk für das ich zwei Bindfäden, Harz und die zwei Ringhälften benötigte.

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